Mein Alptraum

Kennt jemand eine Annemarie oder Anna-Maria Barthels?

Wui neda.

Kennt das jemand? Habe seit ein paar Wochen das Gefühl meine Zähne werden schlecht. In einem Anflug plötzlicher Engagiertheit hab ich sofort beim Zahnarzt angerufen und einen Termin für Montag, 19.11.07 vereinbart.
Immer den Termin im Auge hab ich nach vorne geblickt und gedacht: "gut gemacht Agnes, jetzt wird alles gut mit den Zähnen und du wirst kein Zahnweh bekommen weil du dich so früh darum gekümmert hast!"
Jetzt ist heute der Termin, ich wache morgens auf, und plötzlich schiessts mir durch den Kopf: "Ich WILL überhaupt nicht zum Zahnarzt, welches Ar...mleuchterlein hat mir die Flausen in den Kopf gesetzt dass ich einen Termin bräuchte? Mir tut ja noch nicht mal was weh?!"

Hingehen werd ich womöglich trotzdem.

Verkehrte Welt?

Komisch dass man je nach TAgesform oder Gesamtsituation ein anderes Körpergefühl zu haben scheint.
Ich denke zurück an die WM06, ein geiler heißer Sommer, ich in meiner Lieblingsjeans und WM-Sachen. In Gedanken trage ich zu der Zeit Kleidergröße 36, lange Beine und riesen Dinger vor mir her. Ich bin überglücklich, aktiv und mit der Gesamtsituation zufrieden.

Das bin ich jetzt auch. Habe Glück in der Liebe, einen festen Job und die Lieblingsjeans in einer anderen Farbe, gleiche Größe. Aber ich fühle mich aufgedunsen, fett, unattraktiv und unförmig.

Woran kann das liegen? Ist die Gesamtsituation so viel anders? Ja, ein bisschen vielleicht. Aber es geht mir gut, ich dürfte nicht unzufrieden sein! Was ist denn?

Staade Zeit.

Es geht los mit der staaden Zeit. Sie steht quasi vor der Tür. Ich hab alles schon weihnachtlich dekoriert (ja Andrea, halt mit meinen verfügbaren Mitteln und nicht wie ein Amerikaner in der Vorstadt!!) und überhaupt. Plätzchen werden am Sonntag gebacken, morgen kauf ich ein paar Geschenke ein. Ich freue mich!

Aber ich will gar nicht staad sein. Ich will was erleben! Will furtgehen! Weg!

Darf man das? Und wenn ja, in welchem Rahmen? Ich bin im "was erleben" etwas eingerostet scheinbar. Brauche mal wieder Hilfe. Hilfe.Hilfe!

Zu Hülf.

Ja ja ich weiß. Er kann das mitlesen. Und ja, ich weiß, es ist etwas peinlich. ABER: ich habe einen Freund und bald ist Weihnachten. Diese Kombination bringt mich ins schwitzen.

Er hat eine Uhr, er hat ein Auto, er hat Haufenweise Klamotten. Was also soll ich ihm zu Weihnachten schenken? Jemand nen Tipp? Ja? Bitte! Hier ablassen!
Ich will mich nicht blamieren mit irgendwelchem einfallslosem Gutscheinkram oder Duschgel mit Parfüm und so! Er mag keine Computersachen, er mag nix für sein Auto, er will NIX!

Aber nix ist doch total blöd!

Ich bin sicher er hat schon wieder die zündende Idee was ich bekomme. Da gehts nicht mal ums Geld, es muss nichts kosten. Aber es sollte einfallsreich sein, meine Liebe ausdrücken und ihn richtig richtig ehrlich erfreuen.

Hülfä!

Bräuche brauchen.

Kinder brauchen geregelte Abläufe. Ich bin zwar schon 23 Jahre alt, aber ich bin noch immer das Kind meiner Mama, daran wird sich auch nichts ändern.
Jetz ist folgendes: ein Bindeglied der Familie ist dieses Jahr verstorben, das war für alle richtig schlimm. Der eine hats besser verarbeitet, der andere knabbert noch.

Jedenfalls dieses BIndeglied war besonders wichtig am ersten Weihnachtsfeiertag. Wir sind immer dorthin gefahren, die ganze Familie hat sich getroffen.

Und jetzt? Wo sollen wir hin?
Ich brauche diesen Brauch!

Ich hoffe sehr dass das nicht zu easy gesehen wird, ich finde das einen wichtigen Bestandteil von meinem Weihnachtsfest. Bei sowas hasse ich Veränderungen. Bin ich verbohrt?

Wenn Agnes eine Reise tut...

Ich muss sagen, ich hätte mir das irgendwie anders vorgestellt.

Meine Kolleginnen haben mich auf einen Trip nach Wien mitgenommen. Für Freitag bis Sonntag in ein schönes hotel absteigen und Wien erkunden.
Agnes, in ihrem jugendlichen Leichtsinn, dachte dabei sofort an Sissi-Museum, Schloß Schönbrunn, Sacher Kaffeehaus und Konsorten. Ein bisschen bummeln, romantische Viakerfahrten, das alles hätte ich mir so schön vorgestellt.

Am Freitag angekommen hechteten wir also durch die Stadt, den Prater ganz kurz angeschaut und die obligatorische (weil für uns kostenlose) Riesenradfahrt hinter uns gebracht. Danach kurz aber heftig Viaker gefahren (arschteuer!) und einiges erfahren über die guten Plätze Wiens.
So, und dann natürlich stilecht zum Burger-Mampfen.
Da wird sich einer fragen: kein Backhendl?! Nein! Kein Backhendl. Burger. Richtig echt amerikanisch.

Gut. Danach ein kurzer aber teurer ausflug in die Hotelbar.

Samstag Morgen: aufstehen, am monströsen Frühstücksbuffet bis fast zur Regungslosigkeit reinschaufeln, und danach 7, in Worten: SIEBEN Stunden auf ein und der selben Straße shoppen!! Kirnerli hatte natürlich nur Geld eingeplant für Sissimuseum, und nicht für Konsumwahn! In good old Austria is ja die ganze Gaudi auch noch mal ordentlich teurer! Aber was solls.
Verwöhnte Töchter können sich das leisten. Hätt ichs gewusst hätt ich vielleicht auch mehr Moneten mitgenommen, oder noch besser: ich wär daheim geblieben.
Nun, nach diesem mehrstündigen Shoppingtrip waren die Damen natürlich erledigt. Daher war auch nur noch ein kurzer Besuch bei einem original österreichischen Italiener möglich, mit anschließendem, arschteuren Drink in der schnarchnasigen hotellobby.

Am nächsten Tag, also Sonntag, haben wir aufgrund mehrerer Verkettungen unglücklicher Umstände logischerweise auch noch den Sightseeingbus verpasst, daher die letzten Stunden in Wien auf dem Hotelzimmer mit MTV-gucken zugebracht.
Geil.
Dann beim Heimfahren noch eine 45-Minütige Pause in Freilassing (da steppt der Bär)
eingelegt.
Um dann endgültig abgeschlafft und nicht so gut gelaunt in Rosenheim von meinem Lieblingskerl abgeholt zu werden.

Wenigstens war das Wiedersehen wunderschön.

Memo an mich: nie mit Töchtern in Urlaub fahren.

Schluss, Aus, Ende.

Da mir einfach nix mehr einfällt, und ich mich viel mehr auf www.mardermolch.de rumtreibe, beende ich hiermit mein Dasein als Bloggerin. Vorerst.
Falls mir wieder was einfällt meld ich mich. Danke fürs Mitlesen und fleißige Kommentieren!!